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Fasziale Therapie im osteopraktischen Kontext



Die Faszien sind nicht nur ein gut zu behandelndes Gewebe, sondern auch für die Diagnostik wichtig.


Die Faszie gibt uns den Hinweis wo wir arbeiten müssen, damit wir erfolgreich sind. Durch die Faszien ziehen Blutgefäße in die Muskulatur und zu den Organen. Wenn hier ein erhöhter Spannungszustand auftritt, werden die Durchblutung und der venöse Abfluss sowie die Nerven beeinträchtigt und das Gewebe kann nicht mehr gut versorgt werden und arbeiten.

Über die Faszien übertragen sich Spannungszustände durch den ganzen Körper.
Die Kunst ist es, zu erlernen, die Spannung aufzuspüren, die Richtung herauszufinden und danach seine Behandlung zu planen. Mit diesem Konzept sind wir eher an dem Ort des Problems, als nur am Schmerz. Wir können so viel wirkungsvoller arbeiten.
Bei der faszialen Osteopathie geht es also darum, Störungen und Dysfunktionen von Faszien zu verstehen und gezielt zu behandeln.
Der menschliche Körper besitzt drei umfassende Kommunikationsnetze: das Nervensystem, das Gefäß-/ Kreislaufsystem, das Lymphsystem und das Fasziennetz. Dieses aus Bindegewebe geformte Netz zieht sich um und durch alle Organe, Muskeln, Blutgefäße und Knochen. Damit gehört es zur Umgebung aller Körperzellen. Blutgefäße die durch fasziale Strukturen laufen können durch erhöhte fasziale Spannung komprimiert werden, was eine Minderdurchblutung in Organe, Muskeln und Gewebe zur Folge hat.
Die Aufgaben der Faszien ist es, für mehr Stabilität als Muskeln, aber gleichzeitig auch für mehr Mobilität als Knochen zu sorgen. Faszien dehnen, strecken und weiten sich bei Bewegung und verleihen uns sowohl Elastizität als auch Stabilität zugleich. Am Ende eines Muskels bündelt sich sein Fasziengewebe zur Sehne. Fasziales Gewebe finden wir in allen Teilen des Körpers. Jede einzelne Zelle wird von einer Faszie umhüllt. Sie enthalten mehr Nervenfasern als beispielsweise unsere Haut oder Augen. Daher hat eine Störung in der Faszie starke Schmerzen zur Folge.

Aber nicht immer liegen die Ursachen der Störungen im faszialen Bereich. Daher ergänzen sich die Zweige craniosakral und viszeral hervorragend in der praktischen Anwendung. Die Kunst des Osteopathen ist es herauszufinden wo die Hauptursache der Störung liegt. In den Faszienkursen lernen Sie Ihre Palpationsfähigkeit so zu entwickeln, dass Sie Ihre Hände zur Diagnostik benutzen können, aber auch mit kleinem, sanftem Eingriff viel erreichen zu können. Sie lernen den Faszien zu folgen und das System in einer Ruheposition zu halten. In dieser Ruheposition regeneriert sich das Gewebe und kann besser auf äußere Einflüsse reagieren Wir haben die Möglichkeit mit ganz weichen Techniken akute Schmerzpatienten zu behandeln und große Therapieerfolge mit wenig Krafteinsatz zu erreichen. Über die Faszien werden Spannungen und Kräfte über den ganzen Körper verteilt. Ein guter und ausgeglichener Zustand im Fasziensystem sorgt dafür, dass der Körper gut funktioniert, schlechte Spannungen bewirken das Gegenteil. Die Durchblutung wird gestört und die Statik verändert. Es entstehen Abnutzungen und Schmerzen. Die Leistungsfähigkeit ist herabgesetzt. Die Kenntnisse der Spannungszusammenhänge helfen Ihnen zu diagnostizieren und zu behandeln.

Ein fasziales Ungleichgewicht kann durch unökonomische Dauerbelastung oder aber auch durch Unfälle entstehen. Häufig reichen jedoch schon mehrere kleine Traumata an verschiedenen Stellen des Körpers aus, um große Probleme zu verursachen. Wir arbeiten nicht » mit viel hilft viel « sondern mit » wenig hilft viel «



 

Kursinhalte



 

ecoute Techniken
Unter » Ecoute « versteht man eine diagnostische und therapeutische Technik, bei der die Hand auf den Körper gelegt wird und man faszialen Spannungen folgt. Durch sehr subtile Techniken versucht der Osteopath hier die Funktionalität und Gleitfähigkeit des faszialen Gewebes zu optimieren. Dadurch kann sich die Mobilität der Faszie verbessern. Eine weitere Folge der Behandlung ist aber auch die bessere Versorgung aller anderen Gewebestrukturen.

BLT Techniken
Wenn wir BLT Techniken benutzen, arbeiten wir komplett anders als in der der herkömmlichen Physiotherapie. Wir arbeiten nicht in die Richtung die nicht gut funktioniert, sondern verwenden dreidimensionale Einstelllungen, die in Richtung der Einschränkung gehen. Wenn diese Einstellungen perfekt ausgeführt werden, lösen sich viele Einschränkungen wie von Zauberhand.

Unwinding Techniken

Bei dieser Technik folgen wir den Faszienzügen und stellen die Wirbelsäule oder die Gelenke in ein dreidimensionales Muster ein. In dieser Position kann sich der Körper komplett regenerieren und das krankhafte Muster verlassen. Anwendungen findet diese Technik unter anderem in der Skoliosetherapie.

Myofasziale Releasetechniken
Myofasziale Release Techniken werden für oberflächige und tiefliegende, fasziale und myofasziale Dysfunktionen angewendet. Durch bestimmte Positionen und Manipulationen lernen Sie für eine Entspannung der faszialen Strukturen und der Muskulatur zu sorgen. Die Faszien werden dabei durch sanfte Griffe auf leichten Zug oder Entspannung gebracht und solange gehalten, bis eine Lösung des Gewebes eintritt. Die Arbeit mit dem faszialen Gewebe bietet uns wertvolle und einfache Möglichkeiten akute Beschwerden, aber auch chronische Problemmuster aufzulösen.




 

Weitere unterrichtsinhalte



 

• Demonstration und praktische Übungen von zahlreichen Release Techniken
• Theorie der Barriere, Störungen der faszialen Beweglichkeit, die Efferenz und die Afferenz
• Soft Tissue Techniken
• Funktionelle Anatomie statt stupides Auswendiglernen
• Entwicklung der Hände als diagnostisches Instrument
• Die Kontaktaufnahme der Hände mit dem Patienten, so dass der Patient spürt, dass man an der richtigen Stelle ist und wie finde ich die richtige Stelle
• Entwicklung der oft beschriebenen » Goldenen Hände «
• Inhalt der Kurse Anatomie verstehen und anwendbar machen
• Diagnose und Differentialdiagnose

Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie das Zertifikat Faszial-Therapeut.

Die Kursteile werden von der Schule für Osteopathie (SFO) anerkannt.

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Ansprechpartner: Hans Georg Pflug
Schillerstraße 30 - 40
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eMail: info@sfo-osteopathieschule.de




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